Beginn
Do., 01.10.2026,
09:30 - 11:30 Uhr
Die 1920er Jahre werden gerne als die „goldenen 20er“ bezeichnet. Doch angesichts von Nachkriegsleid mutet diese Betitelung fast zynisch an. „Golden“ waren diese Jahre nur für einen kleinen Personenkreis in der Mitte der Zwanzigerjahre, in der sich eine schillernde Kunst- und Kulturszene entwickelte. Denn während das Gros der Bevölkerung unter Armut litt, gab es sie natürlich: die rauschhaften Vergnügungen, die tanzwütigen Etablissements, die modehungrigen Kulturpaläste.
Die Kunst präsentierte sich in dieser Epoche glanzvoll und experimentierfreudig. Künstlerinnen wie Tamara Lempicka, Jeanne Mammen oder Lotte Laserstein prägen noch heute unsere Vorstellung von dieser Zeit, genauso wie Beckmann, Dix, Grosz und Schad, die den Glamour entlarven. Im Spannungsfeld zwischen Sozialkritik und purer Lust am Vergnügen.